Gestern bin ich nach langer Abstinenz mal wieder in den Genuss gekommen, eine Grossraumdisse zu betreten. Natuerlich erst, nachdem ein doppelter Jaegermeister mir den Weg zu meinem Gehirn vernebelt hat. Also klein Zoe allein vor der Grossraumdisco. Mitten in Suedamerika. So gegen 4 Uhr (frueher darf man sich hier nicht blicken lassen, aber wir kennen das ja aus der Panoramabar). Ich war sehr gespannt, wie man wohl ausgeht, wenn man die Sprache nicht spricht. Hat sich dann aber als gar nicht so schwierig erwiesen, weil der DJ aus Berlin dermassen reingehauen hat, dass ich einfach laechelnderweise immerzu genickt habe (Keine Ahnung wievielen Leuten ich das Herz gebrochen oder mein Geld versprochen habe). Der Laden war so voll, dass kein nochsokleiner Argentinier mehr reingepasst haette. Im gleichen Rhytmus haben alle getanzt. Wirklich alle. Und ich mittendrin. Da ich noch nicht mit der Buenos Airanischen Ausgehkultur vertraut war, habe ich natuerlich das Wichtigste vergessen. Meine Sonnenbrille. Ray Bans in allen erdenklichen Neonfarben schmueckten Koepfe der Mittefrisuren. Ich hatte trotzdem Spass, als Frau allein in Suedamerika ist man nicht lange allein. Und als ich bei Sonnenaufgang im Taxi durch die Stadt fuhr, habe ich gemerkt: Ich bin wirklich angekommen.

Jetzt habe ich zu zwei lieben Katzen einen boesen Kater. Und der fuehlt sich ueberall auf der Welt gleich an. Bleibt zu hoffen, dass meine miserable Laune und die Denkaussetzer beim naechsten Sonnenaufgang wieder verschwunden sind.

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Das Leben ist eine Discokugel

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