Calle Cucaracha

Oktober 24, 2007

Ich wohne in der Calle Guruchaga. Eine schoene Strasse. Baeume, Cafès, huebesche Laeden. Wenn ich aber einmal links und dann nochmal links abbiege, dann befinde ich mich in eier Gasse, die Kopfsteingepflastert ist und in der sich skurille Gestalten aufhalten und so tun als wuerden sie auf etwas warten. Vielleicht warten sie auch, fragt sich nur auf was. Diese Strasse ist unbefahren, manchmal sitzen Mateteetrinkende Mittzwanziger auf dem Buergersteig und gucken doof, wenn ich mit wehendem Kleidchen vorbeikomme

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Am Abend, auf dem Heimweg von Sport, vollgepackt mit endlosen unsinnigen Plastiktueten (selbst fuer eine Packung Pfefferminzkaugummi bekommt man eine eigene Tuete), da graut es mich immer am meissten vor dieser Strasse. Da warten naemlich meine Freunde die Kakerlaken auf meine Ankunft. Andes als in Asien, sind die Ortsansaessigen Tierchen hier besonders gross und vor allem besondes langbeinig. (Damit sie schneller an mir hoch, in mein Ohr kriechen koennen- zu viel blaue Lagune gesehen). Ich huepfe dann schnell in meinem Kleidchen von einem freien Stein zum naechsten und zu Hause angekommen juckt es mich ueberall. Sonst habe ich in Buenos Aires noch keine Einzige Kakelake gesehen. Deshalb heisst die Strasse neben der Calle Guruchaga jetzt Calle Cucuracha.

Emiliano laeuft uebrigens von Kakelake zu Kakerlake durch die Strasse. Der Todeszeitpunkt wird von den vielbeinigen Viechern mit einem dezenden knacken, gefolgt von diskretem matschen eingelaeutet.

Selbstverstaendlich kann ich das mit meinen duennbesohlten Ballerinas nicht nachmachen. Und sowieso. Wenn sie dann Tod sind, tun sie mir richtig leid. Ich bin hin und hergerissen. Aber das bin ich ja immer…kakerlake_dw_reise__255834g1.jpg

One Response to “Calle Cucaracha”

  1. akim Says:

    hin und her ist gut, sonst wärst du bestimmt nicht da, wo du bist, würdest wie die meisten auf der stelle treten. aber weiter so, bin ganz stolz auf dich.


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