Bewusste Genmanipulation

Oktober 31, 2007

Es ist so kalt. Nun, ja vielleicht nicht so kalt wie in Berlin (die Stadt, diebekannterweise auf einem Breitengrad mit Moskau liegt), aber imerhin 15 Grad. Und ich laufe mit meinem pinken American Apparel Roeckchen durch Buenos Aires.

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Selbst Katzi versteckt sich unterm Rock

Heute ist so ein Tag, an dem ich alles ganz Bewusst aufnehme. Jedes kleine zierpen eines Vogels, den Duft von Orangen aus Brasilien und den Dreck auf der Strasse. Das ist so ein Gefuehl, bei dem ich nicht weiss, ob ich es mag. Denn auch die kleinen, huebschen Kinder, mit den grossen, traurigen Augen, die am Fahrkartenautomat mein Wechselgeld haben wollen, damit sie satt werden und die buckligen Alten kreuzen heute besonders Intensiv mein Blickfeld. Muss mich mal ueber Adoption informieren.

Nach einem Spaziergang durch die Innenstadt, bei dem ich meine Tasche besonders fest umklammert habe, war ich so erschoepft von dieser Stadt, dass ich mir erstamal einen suessen Kaffee fuer 20 Cent beim Kaffeeverkaeufer geleistet habe. An jeder Ecke fahren diese Herren mit ihrem Waegelchen, das mit den verschiedensten Heissgetraenken in ollen Thermoskannen bestueckt ist, durch die Strassen und hoffen, ein bisschen Geld zu verdienen.

Mein Kaffee im Styroporbecher ( Styropor- gibt es das ueberhaupt noch in Deutschland?) und ich setzen uns also auf den Buergersteig (welch ein Wort!) und rauchen eine Zigarette. Ich habe mir heute mal ausnahmsweise Mallboro Lights mit weissem Filter gekauft, weil Susann die immer raucht, und ich ein Stueckchen Vertrautheit gebraucht habe. Vor mir die Avenida Corrientes. Laut, dreckig, verregnet – hinter mir die Scheibe von einem Mc Cafè, in dem der Kaffe 3 Euro Kostet und hoechstwahrscheinlich genmanipuiert ist. Was treibt also all diese Menschen dazu, sich dort Stundenlang aufzuhalten? Hinter dem Mc Cafè befindet sich die groesste Shopping Mall von Buenos Aires. Die Attraktion in diesem Fruehling ist die Zurschaustellung, praeparierter, toter Asiaten. Das versuesst das Einkaufserlebnis natuerlich ungemein.

In diesem Shoppingcenter gibt es alles, nur nichts fuer mich. Noch nicht einmal ein Jaeckchen , um mich zu waermen. Aber es gibt tolle Kuehlschraenke, riesengross. Mit einem Extrafach, in das man ein ganzes Ferkel haengen kann. Inklusive Haken. Vielleicht sollte ich mir so einem Mitnehmen.

Uebrigens: Also ich mich heute Mittag auf den Weg zum Plaza Italia gemacht habe, traute ich meinen Augen kaum. In meiner heissgeliebten Calle Cucuracha befinden sich nun alle 2 Meter Hundehafen. Relativ gleichmaessig verteilt. Was fuer ein verrueckter Tag. Nun sollte dieses Gaesschen wohl besser ” Calle Cucukacka” heissen.

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Mate, Stift und Kippen in Denkerpose.

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