Rosenklo

November 5, 2007

Heute habe ich ganz traurig meinen Cafecito auf dem Plaza Palermo Viejo getrunken. Nach einem Monat vollgestopft mit Vokabeln, Fleisch und schlechter Musik hat mich die Sehnsucht nach Hause gepackt. Ich kann mir im Moment nichts schoeneres vorstellen, als mit meinen Freunden Kakaotrinkend in dicken Socken zu quatschen und albern zu sein. Also einfach ich selbst zu sein. Nun ja. Nach meinem Pilateskurs sass ich also mit wunderschoenen gedehnten Oberschenkelmuskeln mit meinen neuen Leggings und dem alten Kassettenkleid an einem Plaz, an dem die Sonne scheint. Aber niemand, der meine Begeisterung fuer die warmen Sonnenstrahlen teilt. Schlurfend mit meinen abgelatschten Ballerinas laufe ich durch die Starssen und entdecke einen kleinen huebschen Laden. El ultimo beso.

doisneau_kiss1.jpg

Gehe natuerlich rein und befinde mich im Zoeparadies. Ein Cafe/Restaurant/Geschaeft mit den wunderschoensten kitschigsten Sachen. Soweit das Auge reicht Schmetterlinge, Rosen und Poesiebilder. Huebsch gedeckte Tische mt Weinglaesern, die nur noch darauf warten ,mit eiskaltem Weisswein gefuellt zu werden. Und im Hof ein plaetschernder Brunnen und weisse Spitzendeckchen. Ich bestelle einen frisch gepressten Orangensaft und lerne den ganzen Nachmittag wie von selbst Grammatik. Auf der Damentoilette wartet eine antike Badewanne, voll mit Rosenblaettern darauf, das ich hineinspringe. Traue ich mich aber nicht, vielleicht wuerde der Kellner mit den Dreadlocks sich wundern. Wo ich bin. Mich suchen, kommen und dann auf der Toilette in der Badewanne finden. Ein anderes mal vielleicht. Ich ueberlege kurz, ob ich jemanden anrufen soll, der diesen wunderbaren Ort mit mit teilen will. Ich lege das Telefon aber schnell zur Seite, denn dieser Moment gehoert mir. Ich lausche dem Wasserplaetschern und freue mich, dass ich mich immer wieder selbst ueberraschen kann…

pict0132.jpg

Leave a Reply